Zucker macht glücklich, dick und nicht selten krank. Wegen
Zucker laufen Lobbyisten Sturm, bricht auf Karibikinseln die Wirtschaft
zusammen, werden in Kambodscha Dörfer plattgewalzt. Jetzt bekommt er
Konkurrenz von einem Kraut - sind die Tage des Konfliktstoffs gezählt?
Elisabeth I. von England (1533 bis 1603) hätte mehr Äpfel essen sollen.
Dann wäre ihr einige Häme erspart geblieben. Ein Reisender aus
Deutschland traf die eitle Königin fünf Jahre vor ihrem Tod - und sparte
in seinem Bericht an die Daheimgebliebenen nicht mit Details: "Sie hat
eine leichte Hakennase, ihre Lippen sind schmal und ihre Zähne schwarz."
Der Gast aus deutschen Landen mag medizinisch bewandert gewesen sein,
denn eine Erklärung für die verfaulten Zahnstümpfe der Monarchin
lieferte er gleich mit: "Ein Mangel, an dem die Engländer deshalb zu
kranken scheinen, weil sie allzu viel Zucker verwenden."
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