Die Gassen rund um den Stephansplatz sind noble Adressen. Hier reihen
sich schicke Boutiquen an Juwelenläden und Antiquitätengeschäfte.
Mitten in der Luxusmeile: eine altmodische Bäckerei.
Es ist kein herkömmliches Brotgeschäft, sondern Wiens einzige
Holzofenbäckerei. Hier wird tatsächlich frisch gebacken, hier duftet es
nach frischen Semmeln, nach Sauerteig und nach frischem Brot. Hier
stehen Käufer geduldig Schlange, um an Backspezialitäten zu kommen, hier
staunen die Kunden über den Bäckermeister, der mit mehlbestaubter
Schürze frisch gebackene Laibe aus dem Backofen hervorholt. Wer die
Brotmanufaktur Gragger in der Spiegelgasse betritt, fühlt sich in die
Vergangenheit zurückversetzt, in eine Zeit, in der ein Besuch beim
Bäcker noch ein sinnliches Vergnügen darstellte und in der Brot noch
nach Brot schmeckte, wohlriechend und aus Natursauerteig mit knuspriger
Kruste und bissfester Krume.http://www.zeit.de/2012/01/A-Baecker
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