Die belgische Spitzenküche zeigt sich nach ein paar ruhigeren Jahren wieder deutlich erholt. Mit einer ganzen Generation jüngerer Köche hat man heute den Platz zurückerobert, den man früher regelmäßig besetzte: erstaunlich viel gute Küche für ein so kleines Land. In diesem großen, vor allem inhaltlich prächtig gemachten Band finden wir sie alle. Der neue 3-Sterne-Koch Geert de Mangeleer („Hertog Jan“, Brugge) ist vertreten, Filip Claeys („De Jonkman“, Brugge), Sang-Hoon Degeimbre („L’Air du Temps“, Noville-sur-Mehaigne), Kobe Desramaults („In de Wulf“, Dranouter), Viki Geunes (t Zilte“, Antwerpen), Roger van Damme („Het Gebaar“, Antwerpen) oder Thierry Theys („Nuance“, Duffel).
Dazu kommen weiter Köche (insgesamt sind es 33) – alles unter dem Motto „Les Créateurs de Goût de la Cuisine Belge“. Der Grund für die Empfehlung dieses Buches ist nicht nur die die gebotene Übersicht über den Stand der Dinge in Belgien, sondern auch das vorbildliche Konzept. Eine solche Übersicht würde man sich alle paar Jahre auch in Deutschland wünschen, und zwar in der gleichen zurückhaltenden und informativen Form, sachlich und ganz ohne langatmige Selbstinszenierungen.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/esspapier/kochbuchkolumne-esspapier-wiedersehen-in-belgien-11709035.html
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